Zwischen zwei Sommern

Familiennachmittage

Pass auf meinen Sohn auf, er hört ja nur auf dich und deine Mutter

Du bist irgendwie das einzige unserer Kinder, das klar kommt mit sich und der Welt


Nein, ich werde ihm nicht meine Texte schenken, damit er sein Leben gebacken bekommt. Nein, ich hab genug für ihn getan. Nein, meine Texte bekommt er nicht. Nicht die auch noch. Lasst mich in Ruhe. Nein.

Und, was hast du so für Probleme? Deine Scherzhaftigkeit in der Frage und meine ganz kurze Versuchung, ganz kurz, wie aufblitzender Wahnsinn Manchmal kette ich mich selbst ans Bett, damit ich nicht aus dem Fenster springe

Lasst mich in Ruhe. Nein.
Ella am 22.11.12 22:35


bitte nicht

ich weiß nicht ob
ich dich wirklich liebe oder das nur sage
weil
ich nicht weiß
was ich sonst mit mir anfangen soll

ich weiß eigentlich gar nichts mehr
wer ich bin
was ich will

ich kann die monster nicht mehr unterscheiden von mir
meine monster
alle stimmen sind gleich in meinem kopf und
ich weiß nicht mehr
wer ich bin


was

wenn

ich das monster bin
Ella am 30.10.12 00:05


Ich will die Antwort nicht hören aber

ich frage mich, ob du wirklich glaubst er liebe mich (sonst hätte er dich nicht geküsst in dieser Nacht), oder ob du das nur sagst weil du verstanden hast dass ich sonst meinen Willen zu leben nochmal verlieren könnte.

(Ich frage mich, ich frage mich, eigentlich ist es mir auch egal, eigentlich will ich nur eine tausendste Chance von ihm.)
Ella am 20.8.12 23:06


Ich hab einfach keine Lust mehr

Ich will nicht die Zeit zurück, in der ich das nicht jede Sekunde dachte
ich will es einfach jetzt gerade nicht jede Sekunde denken
Ich will einfach genießen
nicht nur warten

oh scheiße,
ich will einfach nicht mehr.
Ella am 11.8.12 05:16


Am schönsten ist, wenn du mich zum Lachen bringst und meine Narben siehst

Ich mag wenn du sagst du bist schön
Ich mag wenn deine Finger sich mit meinen verknoten
Ich mag wenn du mein Haar küsst

Du machst mich glücklicher als jeder andere Mensch, weil alles echt ist, ehrlich, und egal, selbst die Bedeutungslosigkeit bedeutungslos

Ich mag dass ich mich so fühlen kann
Ich mag dass ich dich nur eine Nacht kenne - sonst wäre da keine Bedeutungslosigkeit, nur die Gefahr, dass es an Wert verliert , wenn es den Rahmen verlässt

Vielleicht bin ich feige.
Ella am 10.8.12 18:00


ich glaube immernoch, dass es eine gute nacht war

ich hab es gesagt
du hast mich kaputt gemacht
ich hätte dir alles gegeben
ich hab dich so geliebt

ich hab geweint
geschrien
getanzt
gelacht
gehasst
geliebt
ich hab jemanden kennengelernt der gut war, und den ich nie wiedersehen werde

ich hab das größtmögliche potential an emotion ausgeschöpft
ich war so betrunken
so müde
und so erfüllt
und so leer
Ella am 9.8.12 23:17


ich falle auseinander und ich falle auseinander

und nichts hilft, ich hab alles probiert
die wahrheit hilft nicht und lüge und das gesunde mittelmaß, kontrolle, emotion, logik, ich hab es alles probiert. festhalten, loslassen, lieben, hassen, wertschätzen, akzeptieren, verachten, zerdenken, ignorieren, nach vorn schauen und zurück, drüber stehen und zu boden gehen - nichts hilft, ich falle auseinander, und nichts hilft.
Ella am 9.8.12 15:37


in diesem fall leider nicht

ich will dich ja gar nicht kaputt machen ich würde dich lieber reparieren aber du willst es ja selbst nicht und kaputt bekomm ich dich nicht manchmal hilft es schon mich selbst kaputt zu machen
Ella am 28.7.12 06:23


Das klingt wesentlich weniger grausam als es ist:

gestern bin ich zum ersten Mal heimgekommen in meine Stadt ohne Glück dabei zu empfinden
Ella am 9.5.12 20:40


MACH DASS ES AUFHÖRT; IRGENDJEMAND

Ich halte nicht mehr lange durch; bitte; ich werde wahnsinnig; jemand muss diesen Zustand beenden; bitte; ich weiß mir nicht zu helfen; ich kann nicht mehr; bitte; ich halte das nicht mehr aus, ich halte das nicht mehr aus, ich halte das nicht mehr aus
Ella am 27.4.12 17:26


Ich sollte dir bei Gelegenheit Heureka erklären,

erinnerst du dich?

Ich glaube es geht um uns, ein bisschen, vielleicht.
Ella am 15.4.12 23:38


Hättest du sie mal ein bisschen später geküsst

dann hätte ich jetzt vielleicht nicht so mit mir zu tun und vielleicht mehr übrig für die Prüfungswochen (vor denen ich, nebenbei bemerkt, eine Heidenangst habe)

Hätte, hätte,
Zufallskette.
Ella am 15.4.12 23:37


uninteressant aber wahr:

Manchmal kann ich nicht schlafen weil ich mir sicher bin dass mir dann alle Zähne ausfallen
Ella am 13.4.12 01:31


ich fühle mich gelegentlich etwas unverstanden

Wenn ich sage, ich hasse die Menschen, dann klingt das viel schlimmer, als es gemeint ist, und dann klingt das verletzend. Fakt ist, ich stufe nicht gern ab und ich verwende nur Liebe und Hass und nichts dazwischen. Ich liebe dich, wenn du mir etwas bedeutest, ich hasse dich, wenn du mir nichts bedeutest. Wenn ich sage, ich hasse die Menschen, dann meine ich: sie bedeuten mir nichts.

Die Menschen bedeuten mir nichts und dennoch schmerzt es, wenn sie gehen. In der Einsamkeit schmerzt das zusätzliche Alleinsein nunmal. Aber die Logik und die Akzeptanz sind stärker als der Schmerz, denn es ist logisch und abzusehen, dass sie gehen, sobald sie verstanden haben, dass sie mir nichts bedeuten. Ich hasse sie also nicht dafür, dass sie gehen, ich hasse sie, weil sie mir nichts bedeuten und nie etwas bedeutet haben, ich mache also niemanden dafür verantwortlich, weder sie, noch mich, ich bin vielmehr meist erstaunt, wie lange sie es ausgehalten haben mit mir, und wie lang ihnen die mühevoll vorgetäuschte Liebe (die Bedeutsamkeit) ausgereicht hat.
Dennoch macht es mich traurig, weil es natürlich auch angenehm ist, sie um mich herum zu haben, und es gut tut, zu wissen, dass sie gern um mich herum sind, auch wenn das anstrengend ist und unnütz und die Endlichkeit von vorneherein absehbar.

Fakt ist, alles ist gut und sinnvoll so, wie es ist, und es schmerzt nicht mehr oder weniger, wenn es sich verändert, der Schmerz wird lediglich akut anstatt unterschwellig.

T. hasse ich tatsächlich, aber nicht dafür, dass er gegangen ist, sondern lediglich dafür, dass er versprochen hatte, nicht zu gehen. Ich hasse ihn für seine leichtsinnige Aussage, für diese Unbedachtheit, und ich hasse mich dafür, ihm geglaubt zu haben. Und ein bisschen hasse ich ihn dafür (oder mich), dass ich nicht fähig bin Worte zu finden, die genau das ausdrücken, so dass er es versteht. Es war abzusehen, dass "wir" irgendwann nicht mehr existieren würden, und seine Zuversicht ins Gegenteil hat mich von meinem Pfad der logischen Betrachtung der Dinge abgebracht und mir Hoffnung geschenkt, wo keine hätte sein sollen, und nur deshalb war der Schmerz so absurd größer als bei jeder anderen Trennung. Einzig und allein für das gebrochene Versprechen hasse ich ihn.

Die Menschen bedeuten mir nichts und auch sonst nichts bedeutet mir etwas, und ich lebe nur noch, weil ich der festen Überzeugung bin, es gäbe irgendwann in meinem Leben etwas, das mir tatsächlich etwas bedeuten wird. Zuversicht macht stark. Stärke macht zuversichtlich. Ich glaube, ich bin wahnsinnig stark. Ich glaube, die meisten Menschen begreifen gar nicht, wie absurd stark ich geworden bin.

Ich glaube auch, dass meine Angewohnheit, nichts als wertvoll zu erachten (als wert geliebt zu werden) in meinem Herzen die ganze Liebe behält, und während der anstrengenden Abgabe von Höflichkeitsliebe an all die Menschen, die mir nichts bedeuten, sammelt sich immer mehr Liebe in meinem Herzen, und irgendwann - ich weiß das, und derjenige kann sich verdammt glücklich schätzen (auch wenn ich nicht weiß, ob das dann begreifbar ist, aber ich glaube, wenn ich wirklich liebe, ist mir egal, ob das vollends begriffen wird, solang das Begreifen für genug Liebe mir gegenüber ausreicht) - irgendwann ist irgendjemand oder irgendetwas all diese Liebe wert, und dann. Dann. Dann werd ich glücklich sein.

Ich bin zuversichtlich. Ich bin stark. Gute Nacht.
Ella am 13.4.12 00:16


Heute Nacht fühle ich mich ein wenig einsam, ein wenig verloren, ein wenig leer

Gestern war wie morgen und heute sowieso, ich mein: immerhin ist Sonntag. Sonntage sind ja bekanntlich die schlimmsten.

Ich treibe
Aber das ist in Ordnung so
Ich bin noch immer zu recht gekommen.
Ella am 25.3.12 21:57


Aber trotz allem, warum kann man denn nicht stark sein und trotz allem auf der Suche.

P. sagt, das liegt an Aussagen wie: Wieso sollte ich der Freundin meines Herzensbrechers keinen Gefallen tun? Da muss man doch drüber stehen.
P. sagt, das liegt an I don't care, das liegt an party hard, das liegt an ich nehm mir was ich will (und was Ella nicht hat scheint sie einfach nicht zu wollen).

Ella sagt, ich wirke wohl sehr stark.
Ich glaube, ich bin sehr stark.
Der letztjährige Vorsatz der Stabilität scheint sich erfüllt zu haben in dem Jahr an sich, so dass es sich nach Abschluss desselben vielleicht noch nicht so anfühlte, aber jetzt immer ersichtlicher wird.

(Ella wirkt nicht, als suche sie nach irgendwem. Ella wirkt nicht, als hätte sie eine klassische Beziehung nötig. Ella, das ist die Unbeschwertheit in Person.)
Ella am 6.2.12 16:39


Ich bin bereit

alles zu geben mich zu verlieben ich bin bereit
Ella am 9.1.12 20:55


Denn Tatsache ist: ich fühle mich gelegentlich etwas unverstanden

Habe ich mich verändert?
Hast du dich verändert?

Haben wir uns verändert? Wir sind immer noch wir, wir sind immer noch wir, wir sind fest verwoben irgendwo, wir sind immer noch wir, ich habe nicht das Gefühl, wir hätten uns verändert. Dann, hat sich dann die Welt verändert, wenn wir uns nicht verändert haben, und es sich doch anders anfühlt, hat sich dann die Welt verändert?
Wir sind noch wir, wir sind noch wie immer, aber wir sind nicht mehr so wichtig, hm?
Ohne eine Wertung abzugeben, ohne das für gut oder schlecht zu befinden, denn vermutlich ist es einfach weder das eine noch das andere, aber: wir sind nicht mehr so wichtig, hm?

Sind wir dir noch so wichtig?
Sind wir mir noch so wichtig?
Haben wir uns doch verändert?
Ella am 9.1.12 18:43


oh, lass mich schlafen,

Es ist Winter, ich
ich kämpfe nicht mehr

ich kämpfe nicht mehr.

Keine Suche mehr, keine Wut. Nicht einmal, nicht einmal Wut. Keine Kraft. Nur
oh
ich bin so schrecklich müde
und warte. Wartenwartenwarten, nur warten: es geht vorbei.

(Es geht immer vorbei, es ist noch immer vorbei gegangen, es geht immer vorbei)

Winter ist nur die Pause zwischen zwei Sommern.
Ich werde will werde schlafen, schlafen bis es vorbei ist (es geht immer vorbei)
aber oh
oh
ich bin so müde
Ella am 13.12.11 19:10


verdammtverdammtver-

Ich will mich vor den Menschen verstecken, nur ich, vier kleine Wände, eine Welt aus gestapelten Pizzaschachteln, eine Welt ohne Menschen. Aber ich möchte das eigentlich nur sehr ungern allein machen.
Ella am 4.11.11 17:52


 [eine Seite weiter]
LAYOUT BY chaste.design & yvi
Gratis bloggen bei
myblog.de